Marmor Noori
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Steinsorten

Welchen Stein haben Sie?

Ob Carrara, Botticino, Jura-Marmor, Solnhofener Platten, Estremoz, Travertin, Terrazzo oder Granit: Jede Steinsorte hat ihre eigenen Schwächen und braucht eine eigene Gangart. Hier steht, woran wir Ihren Stein erkennen, was ihm typischerweise fehlt und wie wir ihn wieder hinbekommen.

Aufgearbeiteter Natursteinboden im Detail
Übersicht

Die Steinsorten, die uns am häufigsten begegnen

Sie müssen Ihren Stein nicht bestimmen können. Schicken Sie uns Fotos, wir sagen Ihnen, was Sie haben und was sich lohnt.

Carrara-Marmor

Der weiße Klassiker aus der Toskana, erkennbar an der feinen grauen Aderung.

Carrara ist ein weicher, kalkgebundener Marmor und reagiert empfindlich auf alles Saure. Ein umgekipptes Glas Wein, Zitronensaft oder ein falscher Badreiniger hinterlassen matte Ätzflecken, die sich nicht wegputzen lassen, weil die Oberfläche dort chemisch angegriffen ist. Genau solche Stellen holen wir mit einem Feinschliff zurück und polieren die Fläche danach wieder auf ein einheitliches Niveau.

Typische Schäden Ätzflecken, matte Laufstraßen, feine Kratzer

Botticino

Beiger Kalkmarmor aus der Gegend um Brescia, in Deutschland millionenfach verlegt.

In Bädern, Fluren und Treppenhäusern aus den 70er- bis 90er-Jahren liegt sehr oft Botticino. Nach Jahrzehnten wirkt er stumpf und leicht vergilbt, meistens nicht wegen des Steins selbst, sondern wegen der Pflegemittel, die sich Schicht für Schicht darauf abgelagert haben. Wir nehmen diese Filme mit dem Schliff komplett ab, darunter kommt der ursprüngliche warme Beigeton wieder zum Vorschein.

Typische Schäden Vergilbte Pflegefilme, stumpfe Oberfläche, Fugenränder

Jura-Marmor

Der gelb-beige Kalkstein aus dem Altmühltal, oft mit sichtbaren Fossilien.

Streng genommen ist Jura kein Marmor, sondern ein sehr dichter Kalkstein, und genau das macht ihn so verbreitet und gleichzeitig so heikel. Er ist noch kalkempfindlicher als echter Marmor: Wasserränder, Kaffee und normale Haushaltsreiniger hinterlassen schnell helle oder matte Flecken. Wir arbeiten hier bewusst behutsam und beraten ehrlich, ob Hochglanz überhaupt die richtige Wahl ist – oft steht Jura ein seidenmatter Schliff deutlich besser.

Typische Schäden Wasserränder, Flecken durch Reiniger, matte Stellen

Solnhofener Platten

Naturrauh gespaltener Plattenkalk aus Bayern, typisch in Altbau-Fluren und Wintergärten.

Solnhofener Platten haben eine offene, saugende Oberfläche. Über die Jahre ziehen Fett, Schmutz und alte Wachsschichten tief ein, die Platten wirken fleckig und dunkel, und Wischen macht es eher schlimmer als besser. Wir nehmen die alten Wachs- und Pflegeschichten ab, arbeiten die Oberfläche auf und imprägnieren sie anschließend, damit nicht sofort alles wieder einzieht.

Typische Schäden Alte Wachsschichten, eingezogene Fettflecken, dunkle Ränder

Estremoz-Marmor

Portugiesischer Marmor in Weiß bis zartem Rosa, häufig in Bädern und Treppenhäusern.

Estremoz ist ein feinkörniger, verhältnismäßig weicher Marmor mit ruhiger Zeichnung. Er nimmt Kratzer leichter an als harte Steine, lässt sich dafür aber auch besonders gut wieder aufarbeiten. Bei rosa Sorten achten wir beim Schliff darauf, die Farbtiefe zu erhalten und nicht flach herauszuarbeiten.

Typische Schäden Kratzer, Glanzverlust, Druckstellen von Möbeln

Travertin

Warmer, offenporiger Kalkstein mit der typischen wolkigen Streifung.

Travertin ist von Natur aus porös. Beim Schleifen werden Poren sichtbar, die vorher unter einer Spachtelung lagen, und genau da entscheidet sich die Qualität der Arbeit. Wir schließen offene Stellen auf Wunsch mit farblich passendem Steinspachtel, bevor wir die Oberfläche veredeln. Anschließend ist eine Imprägnierung fast Pflicht, sonst zieht jeder Tropfen sofort ein.

Typische Schäden Offene Poren, ausgebrochene Löcher, Fleckenempfindlichkeit

Terrazzoboden

Zementgebundener Boden mit eingestreuten Marmor- und Kalksteinkörnern.

In vielen Altbauten schlummert unter Teppich, PVC und Kleberresten ein kompletter Terrazzoboden, von dem die Eigentümer gar nichts wissen. Ein sauberer Planschliff bringt das Korn wieder zum Vorschein und lässt die Fläche wirken wie am ersten Tag. Risse und fehlende Stellen ergänzen wir vorher mit farblich abgestimmter Masse.

Typische Schäden Kleberreste, Risse, fehlende Ecken an Stufen

Granit

Der harte Klassiker für stark begangene Flächen und Eingangsbereiche.

Granit ist deutlich härter als Marmor und braucht entsprechend anderes Diamantwerkzeug und mehr Zeit im Abtrag. Dafür hält er seinen Glanz danach außergewöhnlich lange. Typisch sind bei uns Eingangshallen und Treppenhäuser, in denen der Glanz nur noch auf den Randbereichen sitzt, während die Laufwege stumpf geworden sind.

Typische Schäden Stumpfe Laufwege, Kalkränder, Glanzverlust

Vorher / Nachher

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Ziehen Sie den Regler – links der Zustand vorher, rechts nach unserer Sanierung. Echte Böden, echte Ergebnisse aus dem Ruhrgebiet.

Naturstein nach der Sanierung
Naturstein vor der Sanierung
Vorher Nachher
Regler ziehen

Erneuern statt neu verlegen

Terrazzo-Flur · matt geworden → spiegelnder Hochglanz

Mehr Referenzen ansehen

FAQ

Häufige Fragen

Bearbeiten Sie auch Steinsorten, die hier nicht aufgeführt sind?
Ja. Die Liste zeigt die Sorten, die uns am häufigsten begegnen. In der Praxis arbeiten wir nahezu jeden Naturstein auf, dazu Terrazzo und Betonwerkstein. Schicken Sie uns im Zweifel ein Foto, meistens erkennen wir das Material daran schon.
Woran erkenne ich, welchen Stein ich zu Hause habe?
Das ist gar nicht so leicht, gerade Jura, Botticino und Travertin werden oft verwechselt. Sie müssen es aber auch nicht wissen: Schicken Sie uns ein paar Fotos per WhatsApp, am besten einmal die Fläche und einmal aus der Nähe. Wir sagen Ihnen, um welchen Stein es sich handelt und was sinnvoll ist.
Kostet die Sanierung bei jedem Stein gleich viel?
Nein. Harte Steine wie Granit brauchen mehr Zeit im Abtrag als weicher Marmor, und poröser Travertin macht zusätzliche Arbeit beim Schließen der Poren. Deshalb nennen wir den Festpreis erst, wenn wir Material und Zustand kennen.
Kann jeder Stein wieder auf Hochglanz gebracht werden?
Technisch fast immer, sinnvoll nicht immer. Bei Jura-Marmor und manchen Kalksteinen sieht ein seidenmatter Schliff besser aus und ist im Alltag pflegeleichter. Wir sagen Ihnen ehrlich, was zu Ihrem Stein passt, auch wenn es die günstigere Variante ist.
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