Ausgetretene Steintreppe im Gründerzeithaus
Über hundert Jahre Schritte an derselben Stelle, Kanten rund gelaufen. Hilft: gleichmäßiger Abtrag über die ganze Stufe, Kanten aufbauen, seidenmattes Finish.
Marmor schleifen in Bonn heißt bei uns: Fotos per WhatsApp, Festpreis pro Quadratmeter, fester Termin, und die rund 105 Kilometer aus Gelsenkirchen sind im Preis. Wir schleifen und polieren Marmor, Jura, Terrazzo und Betonwerkstein in den Gründerzeithäusern der Südstadt, in den Villen von Bad Godesberg und in den Büros des Bundesviertels. Kein Standort in Bonn, dafür ein Familienbetrieb, der seit über 20 Jahren Steinböden aufarbeitet und vorher sagt, ob Polieren reicht oder geschliffen werden muss.

Worauf es beim Marmor schleifen in Bonn ankommt und was Sie von uns erwarten dürfen.
Bonn ist seit 1969 in die vier Stadtbezirke Bad Godesberg, Beuel, Bonn und Hardtberg geteilt1, und in keinem davon ist Marmor schleifen eine Routineaufgabe. Die Stadt hat 4.169 Baudenkmäler und damit den drittgrößten Denkmalbestand in Nordrhein-Westfalen2. In der Bonner Denkmalliste ist bei einzelnen Häusern das Treppenhaus ausdrücklich mitgeschützt, in der Form Fassade, Eingangsflur und Treppenhaus3. Wer in Bonn ein Treppenhaus schleift, sollte wissen, dass das vorkommt, und vorher nachsehen.
Das Herzstück ist die Südstadt. Das LVR-Amt für Denkmalpflege nennt sie eines der größten Gründerzeitviertel Deutschlands, der Großteil der Gebäude entstand zwischen 1860 und 1910, fast alle stehen unter Denkmalschutz, und der vorherrschende Haustyp ist das mehrgeschossige Dreifensterhaus4. Gebaut wurde in Wellen, erst Kaiserstraße und Weberstraße, dann König- und Arndtstraße, ab 1890 die Bismarckstraße4. In diesen Häusern liegen die Eingangsflure und Treppenhäuser, deren Steinböden nach mehr als hundert Jahren Laufspuren, Ausbrüche an den Stufenkanten und stumpfe Flächen zeigen. Die Südstadt geht über in das Villengebiet zwischen Adenauerallee und Rheinufer4, und am anderen Ende der Stadt liegt das Godesberg-Villenviertel, das kein Maklerwort ist, sondern ein amtlicher Ortsteilname aus der Hauptsatzung der Stadt5. Für dieses Viertel gilt seit 1977 eine Erhaltungssatzung, die Abbruch und Umbau genehmigungspflichtig macht, innere Umbauten ohne Wirkung auf das äußere Erscheinungsbild aber ausdrücklich ausnimmt6.
Für Bonn gilt deshalb etwas, das wir vorher klar sagen: Welches Material in einem Bonner Treppenhaus liegt, steht in keiner Denkmalliste. Marmor, Jura, Terrazzo oder Betonwerkstein erkennen wir auf Ihren Fotos, und erst dann nennen wir Verfahren und Preis. Was wir nicht tun: Gebäude der Stadt als Referenz ausgeben. Unsere Referenzen liegen im Ruhrgebiet und überall dort, wo wir gearbeitet haben, und die zeigen wir Ihnen gern.

In einer Villa an der Adenauerallee oder in Rüngsdorf ist der Marmorboden oft nicht kaputt, sondern nur müde. Ständiges Belaufen erzeugt auf polierten Belägen Kratzer und Riefen, der Glanz leidet und die Fläche nimmt Schmutz schneller wieder an7, dazu kommen Pflegefilme aus Jahren Wischpflege. Marmor polieren heißt bei uns, die Oberfläche selbst wieder dicht zu machen: in feinen Körnungsstufen, mit Diamantpads und klarem Wasser, bis sie das Licht spiegelt. Beschichtungen und Glanzpolituren aus dem Handel legen dagegen einen Film auf den Stein, der auf Laufwegen abläuft und fleckig wird. Der Unterschied ist nach einem halben Jahr sichtbar.
Vorher sortieren wir ehrlich. Marmor besteht überwiegend aus Calcit8, und Säuren zersetzen dieses Calciumcarbonat9. Matte Ringe unter Gläsern, helle Flecken vom Badreiniger und raue Stellen sind deshalb kein Schmutz, sondern fehlendes Material, und das überdeckt keine Politur. Dafür braucht es den Feinschliff davor. Auf Fotos erkennen wir das meist sofort, und wir sagen Ihnen vor dem Angebot, welcher der beiden Wege Ihr Boden ist. Polieren ist der kleinere Eingriff, und wenn er reicht, verkaufen wir Ihnen keinen Schliff.
Der Glanzgrad richtet sich nach dem Ort. Hochglanz im Salon einer Godesberger Villa, seidenmatt im Treppenhaus eines Dreifensterhauses in der Südstadt, rutschhemmend am Hauseingang. Glatte Beläge sind leicht zu reinigen, aber schnell rutschig10, und auf einer Treppe aus dem Jahr 1895 gibt es ohnehin keinen Grund für Spiegelglanz.
Marmor Noori sitzt in Gelsenkirchen. Bonn erreichen wir laut ADAC-Routenplaner über die A 3 Richtung Köln in rund 106 Kilometern und etwa einer Stunde und fünfzehn Minuten11, nach Bad Godesberg sind es ein paar Kilometer mehr. Die Anfahrt ist im Festpreis enthalten, einen Zuschlag nach Kilometern gibt es nicht. Für die meisten Privatflächen reicht ein Tag, bei einem Treppenhaus über vier Etagen planen wir zwei, und den Zeitrahmen bekommen Sie verbindlich mit dem Angebot.
Wir sagen das offen, weil es in Bonn kaum anders geht: Die Betriebe, die dort Steinböden schleifen, fahren fast alle an. Für Sie zählt deshalb nicht die Adresse des Betriebs, sondern ob der Termin steht, ob der Preis vorher feststeht und ob der Boden am Ende so aussieht wie besprochen. Alle Leistungen für Bonn im Überblick, von der Reparatur bis zur Imprägnierung, stehen auf unserer Seite Natursteinsanierung in Bonn. Diese Seite hier ist für den Fall gedacht, dass ein Boden geschliffen oder poliert werden soll.
Von den Fotos aus Bonn bis zur Übergabe: sechs Schritte, ob Südstadt, Beuel oder Hardtberg.
Eine Übersicht der Fläche, zwei Nahaufnahmen der schlimmsten Stellen, die ungefähre Größe und, wenn bekannt, das Baujahr. Daraus nennen wir einen Festpreis pro Quadratmeter oder je Stufe, die Anfahrt nach Bonn ist enthalten.
Vor Ort prüfen wir Steinart, Tiefe der Kratzer, alte Beschichtungen und bei Treppen die Kanten. Steht das Haus unter Denkmalschutz, beschreiben wir das Verfahren so, dass Sie es der Unteren Denkmalbehörde vorlegen können.
Stuck, Holzgeländer, Sockelleisten und angrenzende Böden werden geschützt. Die Maschinen hängen an der Absaugung, deshalb bleibt kaum Staub im Haus.
In mehreren Körnungen tragen wir die verschlissene Oberfläche gleichmäßig ab, nur Zehntelmillimeter. Laufstraßen, Kratzer und Überzähne zwischen den Platten verschwinden, Stufenkanten werden aufgebaut.
In feinen Stufen mit Diamantpads und klarem Wasser, seidenmatt im Treppenhaus, Hochglanz im Wohnraum, rutschhemmend am Eingang.
Auf Wunsch imprägnieren oder kristallisieren wir die Fläche. Sie bekommen Hinweise, ab wann der Boden wieder voll nutzbar ist und welche Pflege den Glanz hält, ohne einen neuen Film aufzubauen.
Bonn steht auf Vulkangestein. Der Godesberg unter der Godesburg ist der Rest eines Vulkans aus Alkalibasalt, entstanden vor etwa 27 bis 22 Millionen Jahren, und das Baumaterial der Burg stammt wahrscheinlich aus kleinen Brüchen an seinem Osthang12. Vom gegenüberliegenden Drachenfels kam der Trachyt, der schon in den römischen Legionslagern von Bonn und Köln verbaut wurde und später im Bonner Münster und im Kölner Dom, bis der Steinbruch 1829 eingestellt und der Berg 1836 vom Staat gekauft wurde13. Für Böden taugt dieses Gestein nicht, und das ist der Punkt: Jeder Marmor in einem Bonner Treppenhaus ist zugeführt, und je nach Jahrzehnt ist es ein anderer.
Echter Marmor und die Kalksteine, die als Marmor verkauft werden, bestehen überwiegend aus Calcit mit der Härte 2 bis 3 nach Mohs14, gewöhnlicher Sand aus Quarz steht auf Stufe 715. Deshalb verkratzen diese Böden unter Straßenschuhen, und deshalb lassen sie sich auch so gut wieder schleifen: in wenigen Durchgängen eben und dicht, danach mit tiefer Politur. Säure vertragen sie nicht9, und das gilt für den Kalkreiniger im Bad genauso wie für den Rotwein auf der Küchenplatte.
Terrazzo besteht aus Gesteinskörnungen in mineralischem Bindemittel und erhält seine Oberfläche durch Schleifen und Polieren16. In Fluren, Küchen und Treppenhäusern liegt er oft unter Teppichkleber, Farbe oder Wachs. Der Grobschliff nimmt das herunter, und darunter ist das Korn meist unversehrt. Betonwerkstein-Stufen in Nachkriegshäusern schleifen wir ebenso, Stufe für Stufe im eingebauten Zustand. Welches Material in Ihrem Haus liegt, erkennen wir auf den Fotos, behauptet wird vorher nichts.
Bonn hat gut 4 Millionen Quadratmeter Bürofläche in rund 3.800 Objekten, das Bundesviertel ist der mit Abstand wichtigste Büroteilmarkt, und die Stadt ist UN-Stadt mit 27 Organisationen17. In den Foyers, Fluren und Empfangsbereichen dieser Gebäude liegt Naturstein, der täglich Hunderte Begehungen aushalten muss. Für solche Flächen empfehlen wir nach dem Schleifen oft die Kristallisation: Die Oberfläche wird härter und muss seltener aufgearbeitet werden, für Hausverwaltungen und Verbände die wirtschaftliche Lösung.
Im Treppenhaus zählt die Kante. Die erste und die letzte Stufenkante werden häufig nicht rechtzeitig wahrgenommen, dort entstehen die meisten Unfälle, und Höhenversatz zwischen Platten gehört zu den typischen Schadensbildern18. Für Arbeitsstätten verlangt die ASR A1.5 auf Treppen und in Eingangsbereichen innen die Rutschhemmung R 9, im Freien R 1119. Deshalb schleifen wir Treppen seidenmatt, bauen Kanten auf und lassen am Eingang die Griffigkeit im Stein. Den Termin stimmen wir auf den Betrieb ab, und die Reinigungsfirma bekommt einen Pflegeplan, der die Rutschhemmung erhält.
Wir rechnen pro Quadratmeter zum Festpreis ab, Treppenstufen je Stufe. Steinart, Zustand, Fläche und Finish bestimmen den Preis, und er steht vor dem Termin fest. Die Anfahrt nach Bonn ist enthalten, Nachträge für Dinge, die auf den Fotos zu sehen waren, gibt es nicht. Eine Zahl ohne Fotos wäre geraten, deshalb steht hier keine: Eine Südstadt-Treppe von 1890 mit ausgebrochenen Kanten ist eine andere Arbeit als ein stumpfer Marmorboden in einer Villa in Plittersdorf.
Dafür bekommen Sie vorher drei Antworten: ob Polieren reicht oder geschliffen werden muss, wie viele Durchgänge der Boden braucht, und ob sich die Arbeit lohnt. Lohnt sie sich nicht, sagen wir das. Neuverlegung und Steinhandel bieten wir nicht an, deshalb gibt es bei uns keinen Grund, zum Neukauf zu raten.
Vier Fälle, die wir auf Fotos aus Bonn sofort erkennen, und was jeweils hilft.
Über hundert Jahre Schritte an derselben Stelle, Kanten rund gelaufen. Hilft: gleichmäßiger Abtrag über die ganze Stufe, Kanten aufbauen, seidenmattes Finish.
Pflegefilm und abgelaufene Politur, kein Materialschaden. Hilft: Grundreinigung und Politur in feinen Stufen, danach eine Pflege, die keinen Film aufbaut.
Der Belag liegt seit Jahrzehnten unter Kleber und Farbe. Hilft: Der Grobschliff nimmt alles herunter, Feinschliff und Politur bringen das Korn zurück.
Säure hat die Politur angegriffen. Hilft: Feinschliff und Politur, danach Imprägnierung und ein Reiniger ohne Säure.
Ziehen Sie den Regler – links der Zustand vorher, rechts nach unserer Sanierung. Echte Böden, echte Ergebnisse aus dem Ruhrgebiet.

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