Ausgetretene Jura-Steintreppe im Gründerzeithaus
Über hundert Jahre Schritte, Kanten rund gelaufen, Stufenmitte hohl. Hilft: gleichmäßiger Abtrag über die ganze Stufe, Kanten aufbauen, seidenmattes Finish.
Marmor schleifen in Nürnberg heißt bei uns: Fotos per WhatsApp, Festpreis pro Quadratmeter, ein fest geplanter Einsatz am Stück, und die rund 470 Kilometer aus Gelsenkirchen sind im Preis. In Nürnberg heißt Marmor meistens Jura, also Kalkstein aus dem Altmühltal, und wir schleifen und polieren ihn genauso wie echten Marmor, Terrazzo und Betonwerkstein in den Treppenhäusern von Gostenhof und St. Johannis, in Wohnungen und Büros. Kein Standort in Nürnberg, dafür ein Familienbetrieb, der seit über 20 Jahren Steinböden aufarbeitet und die Entfernung ehrlich einrechnet.

Worauf es beim Marmor schleifen in Nürnberg ankommt und was Sie von uns erwarten dürfen.
Nürnberg ist amtlich in zehn statistische Stadtteile und 87 Bezirke gegliedert1, und wer in dieser Stadt Marmor schleifen lässt, sollte eine Zahl kennen, die viele Nürnberger überrascht: Im Bezirk Altstadt St. Sebald sind nur 6,0 Prozent der Wohnungen Altbau aus der Zeit bis 19482. Der Grund steht in der Stadtgeschichte. Bei Kriegsende war die Altstadt zu 95 Prozent zerstört, mehr als 60 Prozent der Wohnungen waren völlig zerstört oder schwer beschädigt, und der Wiederaufbau ab 1950 folgte dem mittelalterlichen Grundriss3. Was zwischen Burg und Lorenzkirche steht, ist also überwiegend Nachkriegsbestand in alter Form, mit Terrazzo, Betonwerkstein und Jura in Fluren und Treppenhäusern.
Die historischen Treppenhäuser liegen im Gürtel um die Altstadt. Stadtweit sind 22,1 Prozent der Wohnungen Altbau, in Gostenhof sind es 51,7 Prozent, und 96,9 Prozent der Gostenhofer Wohnungen liegen im Geschosswohnungsbau4, also in Mehrfamilienhäusern mit gemeinsamem Treppenhaus. Den höchsten Altbauanteil hat die Bärenschanze mit 63,8 Prozent5. Die Denkmalliste führt Gostenhof als Ensemble mit drei- und viergeschossigen historistischen Mietshauszeilen und St. Johannis mit dem Ensemble Arndtstraße, Jagdstraße und Wielandstraße aus der Zeit um 18906. Genau dort finden wir die Steintreppen und Eingangsflure, die nach hundert Jahren ausgetreten, stumpf und an den Kanten ausgebrochen sind.
Was in diesen Häusern am Boden liegt, sagen wir nicht, bevor wir es gesehen haben. Jura, echter Marmor, Terrazzo oder Betonwerkstein erkennen wir auf Ihren Fotos, und erst dann nennen wir Verfahren und Preis. Gebäude der Stadt geben wir nicht als Referenz aus. Unsere Referenzen liegen dort, wo wir gearbeitet haben, und die zeigen wir Ihnen gern.

Nicht jeder stumpfe Boden braucht einen Schliff. Ständiges Belaufen erzeugt auf polierten Belägen Kratzer und Riefen, der Glanz leidet und die Fläche nimmt Schmutz schneller wieder an7, dazu kommt der Film aus Jahren Wischpflege. Marmor polieren heißt bei uns, die Oberfläche selbst wieder dicht zu machen, in feinen Körnungsstufen mit Diamantpads und klarem Wasser. Beschichtungen und Glanzpolituren aus dem Handel legen dagegen einen Film auf den Stein, der auf Laufwegen abläuft und fleckig wird. Unser Glanz kommt aus dem Material, nicht aus der Dose.
Für Nürnberg kommt eine Besonderheit dazu, die wir vorher erklären, damit es hinterher keine Enttäuschung gibt. Beim Jura-Kalkstein werden oft Risse bemängelt, die in Wahrheit natürliche, transparente Calcitadern sind; eine hundertprozentig gleichmäßige Politur ist bei diesem Stein nicht möglich, und leichte Trübungen je nach Lichteinfall sind gesteinsbedingt und kein Mangel8. Ein polierter Jura glänzt deshalb seidig und warm, nicht wie ein Spiegel aus Carrara. Wer Ihnen etwas anderes verspricht, kennt den Stein nicht.
Marmor besteht überwiegend aus Calcit9, und Säuren zersetzen dieses Calciumcarbonat10. Matte Ringe und helle Flecken vom Reiniger sind kein Schmutz, sondern fehlendes Material, und das überdeckt keine Politur. Dafür braucht es den Feinschliff davor. Auf Fotos erkennen wir das, und im Angebot steht, welcher Weg Ihr Boden ist. Der Glanzgrad richtet sich nach dem Ort: seidenmatt im Treppenhaus, rutschhemmend am Eingang, denn glatte Beläge sind leicht zu reinigen, aber schnell rutschig11.
Marmor Noori sitzt in Gelsenkirchen. Nürnberg ist die weiteste Stadt, für die wir eine eigene Seite haben: rund 469 Kilometer und etwa vier Stunden und 45 Minuten reine Fahrzeit über A 42, A 45 und A 312. Wir schreiben das so deutlich, weil es den Ablauf bestimmt. Einsätze in Nürnberg planen wir am Stück, mit festem Termin, oft an zwei aufeinander folgenden Tagen, und so, dass die Fläche in einem Zug fertig wird. Die Anfahrt ist im Festpreis enthalten, einen Zuschlag nach Kilometern gibt es nicht.
Bei dieser Entfernung gehört Ehrlichkeit zum Angebot. Für eine einzelne Fensterbank oder einen Flur mit acht Quadratmetern rechnet sich unsere Fahrt für Sie nicht, und das sagen wir Ihnen nach den Fotos, bevor Sie etwas beauftragen. Für Treppenhäuser, Wohnungen, Praxen und Büros rechnet sie sich, und dann bekommen Sie, was wir überall liefern: Festpreis pro Quadratmeter oder je Stufe, verbindlicher Zeitrahmen, Übergabe mit Pflegeempfehlung. Alle Leistungen für Nürnberg im Überblick stehen auf unserer Seite Natursteinsanierung in Nürnberg. Diese Seite ist für den Fall gedacht, dass ein Boden geschliffen oder poliert werden soll.
Von den Fotos bis zur Übergabe: sechs Schritte, ob Gostenhof, St. Johannis oder Südstadt.
Eine Übersicht der Fläche, zwei Nahaufnahmen der schlimmsten Stellen, die ungefähre Größe und, wenn bekannt, das Baujahr. Daraus nennen wir einen Festpreis pro Quadratmeter oder je Stufe, die Anfahrt ist enthalten, oder wir sagen, dass sich die Fahrt nicht lohnt.
Weil wir weit fahren, klären wir vorher so viel wie möglich an den Fotos: Jura oder echter Marmor, Tiefe der Kratzer, alte Beschichtungen, Kanten. Vor Ort bestätigen wir den Plan und beginnen am selben Tag.
Möbel, Sockelleisten, Geländer und angrenzende Böden werden geschützt. Die Maschinen hängen an der Absaugung, deshalb bleibt kaum Staub in Wohnung oder Treppenhaus.
In mehreren Körnungen tragen wir die verschlissene Oberfläche gleichmäßig ab, nur Zehntelmillimeter. Laufstraßen, Kratzer und Überzähne zwischen den Platten verschwinden, Stufenkanten werden aufgebaut.
In feinen Stufen mit Diamantpads und klarem Wasser, seidig beim Jura, hochglänzend beim Marmor, seidenmatt im Treppenhaus, rutschhemmend am Eingang.
Auf Wunsch imprägnieren oder kristallisieren wir die Fläche. Sie bekommen Hinweise, ab wann der Boden wieder voll nutzbar ist und welche Pflege zum Jura passt, denn der verträgt weder Säure noch scharfe Grundreiniger.
Nürnberg ist eine Steinstadt, aber keine Marmorstadt. Der Baustein der Stadt ist der Burgsandstein, benannt nach der Typlokalität an der Kaiserburg, etwa 215 Millionen Jahre alt, schon vor rund 500 Jahren bei Wernsbach gebrochen und 40 Kilometer nach Nürnberg transportiert, nach dem Krieg noch einmal für den Wiederaufbau abgebaut13. Seine Körner sind oft nur schwach verkittet, mürber Burgsandstein zerfällt leicht zu Sand13. Er sitzt an Fassaden, Sockeln und Torbögen, nicht als Boden im Treppenhaus. Der Boden kommt aus dem Altmühltal.
Jura-Marmor oder Treuchtlinger Marmor ist der Handelsname eines fossilreichen Kalksteins, die Bezeichnung Marmor ist petrographisch unzutreffend, und doch ist er der bedeutendste deutsche Naturwerkstein für Treppenhäuser, Bodenbeläge und Fensterbänke und das typische Fensterbankmaterial der Nachkriegszeit8. Auch die internationale geologische Vereinigung führt ihn als Kalkstein14. Für uns heißt das: Jura schleift sich wie Marmor, Calcit mit der Härte 2 bis 3 nach Mohs15 gegen Quarzsand mit Stufe 716, und er verträgt genauso wenig Säure10. Was ihn unterscheidet, ist die Pflege danach: Saure Reiniger und hochalkalische Grundreiniger greifen den Stein und seine Fossilien an, und der Zementschleierentferner, der bei Granit richtig ist, ist für Jura falsch8. Deshalb bekommen Sie zur Übergabe eine Pflegeempfehlung, die zum Jura passt, nicht eine für Granit.
Nicht verwechseln: Solnhofener Plattenkalk ist ein anderer Stein, vor etwa 145 Millionen Jahren in Lagunen entstanden, seit der Römerzeit abgebaut und bis heute auf schonenden händischen Abbau angewiesen17. In Nürnberger Fluren und Wintergärten liegt er naturrau gespalten oder geschliffen, oft unter alten Wachsschichten. Beim Aufarbeiten bleibt seine Oberfläche seidenmatt, Hochglanz wäre hier falsch.
Terrazzo besteht aus Gesteinskörnungen in mineralischem Bindemittel und erhält seine Oberfläche durch Schleifen und Polieren18. In den Treppenhäusern des Wiederaufbaus liegt er zusammen mit Betonwerkstein, oft unter Kleber, Farbe oder Wachs. Der Grobschliff nimmt das herunter, darunter ist das Korn meist unversehrt. Welches Material in Ihrem Haus liegt, erkennen wir auf den Fotos, behauptet wird vorher nichts.
In Gostenhof liegen 96,9 Prozent der Wohnungen im Geschosswohnungsbau4, also in Häusern mit gemeinsamem Treppenhaus, und dort entscheidet nicht der Glanz, sondern die Frage, wie lange die Stufen halten und ob sie rutschhemmend bleiben. Für Hausverwaltungen empfehlen wir nach dem Schleifen oft die Kristallisation: Die Oberfläche wird härter, lässt sich leichter reinigen und muss seltener aufgearbeitet werden. Für Arbeitsstätten verlangt die ASR A1.5 auf Treppen und in Eingangsbereichen innen die Rutschhemmung R 9, im Freien R 1119, deshalb bleibt es im Treppenhaus bei seidenmatt und am Eingang bei einem geschliffenen Finish.
In Büros, Praxen und Hotels der Stadt planen wir den Einsatz so, dass der Betrieb weiterläuft: Zeitfenster außerhalb der Öffnungszeiten, Abschnitte, damit Empfang und Flure erreichbar bleiben. Weil die Fahrt weit ist, lohnt es sich, mehrere Flächen in einem Gebäude zu einem Termin zusammenzufassen, und das sagen wir Ihnen beim Angebot. Die Reinigungsfirma bekommt von uns einen Pflegeplan, der zum Stein passt und die Rutschhemmung erhält.
Wir rechnen pro Quadratmeter zum Festpreis ab, Treppenstufen je Stufe. Steinart, Zustand, Fläche und Finish bestimmen den Preis, und er steht vor dem Termin fest. Die Anfahrt nach Nürnberg ist enthalten, Nachträge für Dinge, die auf den Fotos zu sehen waren, gibt es nicht. Eine Zahl ohne Fotos wäre geraten, deshalb steht hier keine: Ein Jura-Treppenhaus in St. Johannis über vier Etagen ist eine andere Arbeit als ein stumpfer Marmorboden in einer Wohnung am Dutzendteich.
Bei 470 Kilometern gehört die ehrliche Absage zum Angebot. Ist die Fläche zu klein, sagen wir das. Lohnt sich die Arbeit, bekommen Sie vorher die Antwort, ob Polieren reicht oder geschliffen werden muss, die Zahl der Durchgänge und den Zeitrahmen. Neuverlegung und Steinhandel bieten wir nicht an, deshalb raten wir nie zum Neukauf, wenn der Boden noch zu retten ist.
Vier Fälle, die wir auf Fotos aus Nürnberg sofort erkennen, und was jeweils hilft.
Über hundert Jahre Schritte, Kanten rund gelaufen, Stufenmitte hohl. Hilft: gleichmäßiger Abtrag über die ganze Stufe, Kanten aufbauen, seidenmattes Finish.
Saurer oder scharf alkalischer Reiniger hat den Kalkstein angegriffen. Hilft: Feinschliff und Politur, danach eine Pflegeempfehlung, die zum Jura passt.
Grau, stumpf, unter Wachs und Kleberresten. Hilft: Der Grobschliff nimmt alles herunter, Feinschliff und Politur bringen das Korn zurück.
Jahre Begehungen auf demselben Weg. Hilft: Schliff und Politur der ganzen Fläche, danach Kristallisation, damit die Oberfläche länger hält.
Ziehen Sie den Regler – links der Zustand vorher, rechts nach unserer Sanierung. Echte Böden, echte Ergebnisse aus dem Ruhrgebiet.

Terrazzo-Flur · matt geworden → spiegelnder Hochglanz

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Alle Zahlen und Fachangaben auf dieser Seite sind nachprüfbar. Angaben zu Ablauf, Abrechnung, Einsatzgebiet und Öffnungszeiten stammen von uns selbst, Stand Oktober 2026.
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