Grauer Pflegefilm: der Steinboden bleibt trotz Reinigung stumpf
Jahrelang aufgebaute Wischpflege. Kein Schmutz von außen, sondern Reste des Putzmittels. Hilft: Grundreinigung, danach sparsam dosieren.
Steinreinigung heißt bei uns: Der Stein wird sauber, ohne dass er etwas abbekommt. Innen holen wir alte Pflegefilme, Beschichtungen, Fett und Flecken von Marmor, Kalkstein, Granit, Travertin und Terrazzo, außen Grünbelag, Erde und Schmutz von Terrassen, Außentreppen und Eingängen. Welcher Reiniger, welches Pad und wie viel Wasser der Stein verträgt, entscheidet die Steinart, nicht die Gewohnheit. Festpreis vorab, die Anfahrt ist in ganz Deutschland enthalten.

Worauf es bei der Steinreinigung ankommt und was Sie von uns erwarten dürfen.
Ein Steinboden wird selten durch den Schmutz grau, den man sieht. Er wird grau durch das, was beim Putzen zurückbleibt. Wischpflegen und Glanzreiniger hinterlassen bei jeder Anwendung einen hauchdünnen Film. Wird davon zu viel genommen, baut sich Schicht auf Schicht auf, und genau diese Reinigungsmittelaufbauten lassen den Belag matt werden, auf geschliffenen und polierten Böden werden außerdem Wischspuren sichtbar1. Wer dann noch mehr Pflegemittel nimmt, weil der Boden stumpf aussieht, verstärkt das Problem. Eine Steinreinigung setzt deshalb nicht beim Schmutz an, sondern beim Film darunter.
Das zweite Problem sind Flecken, die keine Flecken sind. Marmor, Jura, Travertin und Kalkstein bestehen überwiegend aus Calcit2, und Säuren zersetzen dieses Calciumcarbonat3. Essig, Zitrone, ein Kalkreiniger oder ein saurer Badreiniger ätzen deshalb matte, raue Stellen in den Stein. Die sehen aus wie Schmutz, sind aber abgetragenes Material. Kein Reiniger holt sie zurück, dafür braucht es Politur oder Schliff. Bei diesem Schadensbild polieren wir die Ätzungen aus und sagen Ihnen, welche Pflege Ihr Stein verträgt.
Draußen kommt ein dritter Gegner dazu, und der lebt. Der grüne Belag auf Terrassenplatten und Außentreppen besteht aus Algen, Flechten und Moosen. Landalgen besiedeln Felsen, Baumrinden und Böden4, Flechten sind eine Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge mit rund 16.000 Arten5. Sie wachsen nach, wenn man sie nur abwischt, und Flechten scheiden Säuren aus, die Gesteinsoberflächen aufrauen6. Auch das ist mit Wischen nicht getan.
Naturstein reinigen klingt nach einer Aufgabe, ist aber mindestens drei. Ein Granitboden, ein Marmorboden und eine Sandsteintreppe vertragen völlig unterschiedliche Mittel. Natursteine lassen sich nach ihrer Härte in drei Gruppen einteilen: Hartgestein wie Granit, Gneis, Quarzit und Basalt, mittelhartes Gestein wie Marmor, Jura und Solnhofener Platten und Weichgestein wie kalkgebundener Sandstein, Tuff und Schiefer1. Diese Einteilung sagt viel darüber, was eine Reinigung dem Stein antun kann.
Die kalkhaltigen Steine sind die empfindlichen. Calcit steht auf der Härteskala nach Mohs bei 2 bis 37, Quarz, der Hauptbestandteil von Sand, bei 78. Ein hartes Pad mit Sandkörnern darunter kratzt deshalb, und ein stark alkalischer Reiniger mit einem pH-Wert über 12 kann polierte Flächen aus mittelhartem Gestein matt machen, erst recht in Verbindung mit zu harten Bürsten1. Säure scheidet ohnehin aus3. Bleibt ein schmales Fenster: milde, auf Naturstein abgestimmte Reiniger, weiche Pads, wenig Wasser. Genau in diesem Fenster arbeiten wir.
Granit besteht zu rund 60 Prozent aus Feldspat und zu 30 bis 35 Prozent aus Quarz9 und ist gegen die gebräuchlichen Reiniger beständig1. Hier darf die Grundreinigung kräftiger ausfallen. Was auch Granit nicht mag: Wasser, das lange auf der Fläche steht. Natursteine können Metalloxide enthalten, und bei zu nassem Wischen und langer Verweildauer des Wassers droht Rostbildung1, das sind die bräunlichen Ränder, die manche für Schmutz halten.
Sandstein hat kein stabiles Gefüge und ist sehr weich, mit der falschen Technik lösen sich einzelne Körner aus der Oberfläche10. Deshalb kein scharfer Wasserstrahl und keine harte Bürste, sondern Probestelle und Geduld. Schiefer ist alkaliempfindlich, hier bleibt es bei der mechanischen Reinigung1. Travertin ist ein poröser Kalkstein11, seine offenen Poren saugen Schmutzwasser auf, wenn sie nicht verschlossen sind. Jede dieser Sorten braucht ihr eigenes Vorgehen, und wo ein Zweifel bleibt, gehört eine Probestelle an verdeckter Stelle vor die ganze Fläche10.

Die Unterhaltsreinigung ist das, was Sie jede Woche machen. Die Grundreinigung ist das, was wir machen: Sie entfernt haftende Verschmutzungen und abgenutzte Pflegefilme, die das Aussehen der Oberfläche beeinträchtigen, und wird nur in größeren Zeitabständen gebraucht1. Bei uns steht sie vor jeder Imprägnierung fest im Auftrag, denn alte Beschichtungen, Fette und Pflegefilme müssen herunter, sonst kann das Mittel nicht einziehen. Auch vor einer Politur mit Diamantpads wird eine Grundreinigung empfohlen, damit Schmutz, Pflegefilmaufbauten und Kalkflecken sicher weg sind1.
Wie das aussieht: Zuerst kommt der lose Schmutz weg, dann wird der Grundreiniger passend zum Stein aufgetragen, kurz eingearbeitet und mit dem gelösten Schmutz wieder aufgenommen. Was danach noch stört, ist kein Schmutz mehr. Ätzflecken, tiefe Kratzer und abgelaufene Laufstraßen sitzen im Stein, dafür gibt es Polieren und Schleifen, und wir sagen Ihnen nach der Grundreinigung ehrlich, ob Ihr Boden das braucht oder ob er so schon wieder gut aussieht.
Küchen und Bäder sind die Dauerbaustellen: Fett am Herd, Seifen, Kosmetik und Kalk im Bad setzen sich in den Poren fest. Nach der Grundreinigung ist der richtige Moment für eine Imprägnierung, denn dann ist der Stein sauber und offen, und Schmutz dringt danach nicht mehr so tief ein.
Vom Foto bis zur Übergabe, ob Marmorboden in Hamburg oder Terrasse in Stuttgart: so arbeiten wir.
Sie schicken uns Fotos der Fläche, eine Übersicht und zwei Nahaufnahmen der schlimmsten Stellen, dazu die ungefähre Größe. Daraus nennen wir einen Festpreis, die Anfahrt ist deutschlandweit enthalten.
Vor Ort prüfen wir, welcher Stein es ist, was auf ihm liegt (Pflegefilm, Beschichtung, Fett, Grünbelag) und was im Stein sitzt (Ätzungen, Kratzer, Rost). Daraus ergeben sich Reiniger, Pad und Wassermenge.
Sockelleisten, Möbel und angrenzende Flächen werden abgeklebt. Loser Schmutz, Laub und Sand kommen vorab weg, damit nichts davon unter dem Pad kratzt.
Der Reiniger wird aufgetragen, kurz eingearbeitet und mit dem gelösten Schmutz wieder aufgenommen. Auf kalkhaltigem Stein ohne Säure, auf Sandstein ohne Druck, auf Granit darf es kräftiger sein.
Reste des Reinigers werden mit klarem Wasser abgenommen, danach trocknet die Fläche, je nach Material und Witterung. Nasse Steinflächen sind rutschig, deshalb bleibt die Fläche bis dahin gesperrt.
Auf Wunsch imprägnieren wir die saubere, trockene Fläche. Sie erfahren, ab wann sie wieder voll nutzbar ist und wie Sie sie ab jetzt reinigen, ohne den Film wieder aufzubauen.

Draußen heißt Steinreinigung vor allem: Algen, Flechten, Moose, Erde und Ablagerungen aus der Luft von der Fläche holen. Das Umweltbundesamt stellt klar, dass Grünbelag keine direkten Gesundheitsgefahren oder Materialschäden verursacht, sondern als ästhetisches Problem empfunden wird12. Für Naturstein gibt es trotzdem zwei gute Gründe, ihn nicht jahrelang stehen zu lassen: Flechten scheiden Säuren aus, die Gesteinsoberflächen aufrauen6, und ein feuchter, grüner Belag macht jede Treppe und jede Terrasse glatt. Nässe und Beläge zählen zu den gleitfördernden Stoffen, die die Rutschgefahr erhöhen13.
Wie man ihn wegbekommt, ist gut belegt. Das Umweltbundesamt empfiehlt die biozidfreien Wege: Hochdruck- oder Dampfreiniger oder die mechanische Entfernung, auf Terrassen, Gehwegplatten, Einfahrten und Fassaden in der Regel problemlos12. Bei Naturstein kommt es auf das Wie an. Kaltwasser-Hochdruck arbeitet mit einem Aufpralldruck von höchstens 2 bar10, nicht mit dem vollen Strahl aus nächster Nähe. Heißwasser mit Dampfstufe löst Algen, Flechten und Moose schonend, die etwa 95 Grad heißen Tropfen dringen in die Poren und töten dort Sporen ab, was den nächsten Bewuchs hinauszögert10. Auf Sandstein gilt beides nur nach einer Probestelle, weil sich sonst Körner lösen10.
Welcher dieser Wege zu Ihrer Fläche passt, entscheidet die Begutachtung vor Ort: Steinart, Oberfläche, Fugen und wie fest der Belag sitzt. Nach der Reinigung ist eine Imprägnierung der sinnvollste nächste Schritt, denn Wasser und Schmutz dringen dann nicht mehr so tief in den Stein ein. Genau das zeigt das Vorher-Nachher-Bild weiter unten: verschmutzt, dann gereinigt und gepflegt.
Im Baumarkt stehen Grünbelagsentferner in Reihe. Was viele nicht wissen: Das sind Biozidprodukte. Ihre Wirkstoffe sind zum Teil als umweltgefährlich und als sehr giftig für Wasserorganismen eingestuft, und sie unterliegen einer Zulassungspflicht12. Die EU-Biozid-Verordnung 528/2012 regelt Verkauf, Abgabe und Verwendung solcher Produkte, ein Biozidprodukt darf erst in den Verkehr gebracht und verwendet werden, wenn eine Zulassung erteilt ist14. Das Umweltbundesamt rät, vor jedem Einsatz die Frage zu stellen, ob man das wirklich braucht12.
Dazu kommt eine Grenze, die auf Terrassen und Einfahrten oft übersehen wird: Auf versiegelten Flächen ist nur die Behandlung gegen Algen und Flechten mit Biozidprodukten zulässig. Moose und Wildkräuter fallen unter das Pflanzenschutzgesetz und dürfen dort nur mit Genehmigung bekämpft werden12. Wer das Moos aus den Fugen mit einem Mittel wegsprühen will, bewegt sich schnell außerhalb des Erlaubten.
Für die Steinreinigung bedeutet das eine klare Reihenfolge: zuerst Mechanik, Wasser und Wärme, Chemie nur dort, wo sie zugelassen ist und wirklich gebraucht wird. Bei Naturstein hat das einen zweiten Vorteil: Was nicht in die Poren zieht, muss auch nicht wieder heraus.
Eine Grundreinigung hält umso länger, je weniger danach wieder aufgebaut wird. Drei Dinge entscheiden darüber. Erstens die Dosierung: Wischpflegen und Glanzreiniger sparsam und nach Herstellerangabe, eine Überdosierung erzeugt genau die Aufbauten, die den Belag matt machen1. Zweitens das Wasser: nebelfeucht wischen statt nass, denn stehendes Wasser kann auf Steinen mit Metalloxiden Rost erzeugen1. Drittens der Sand: In Eingangsbereichen hilft eine Schmutzfangzone von etwa sechs bis acht Schritten, damit Sand und kleine Steinchen gar nicht erst auf den Stein kommen1, denn Quarz ritzt Calcit bei jedem Schritt.
In Betrieben, Hotels und Hausverwaltungen gibt es dazu eine Regel, die auch zu Hause sinnvoll ist. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.5 verlangt, Reinigungsverfahren und Reinigungs- oder Pflegemittel so auszuwählen, dass der Fußboden danach noch über seine erforderlichen Eigenschaften verfügt, zum Beispiel die Rutschhemmung, und dabei die Pflegehinweise des Bodenherstellers und des Reinigungsmittelherstellers zugrunde zu legen13. Ein Wachs oder eine Glanzschicht auf einer Außentreppe ist deshalb keine Pflege, sondern eine Rutschgefahr. Glatte Beläge sind leicht zu reinigen, aber schnell rutschig15.
Deshalb sagen wir Ihnen bei der Übergabe, welche Pflege Ihr Stein verträgt. Nach einer Kristallisation bekommen Sie einen Pflegeplan für den Alltag, nach einer Imprägnierung die Hinweise, ab wann die Fläche wieder voll nutzbar ist und wie Sie sie richtig pflegen. Und imprägnierter Stein lässt sich leichter reinigen als vorher, weil Schmutz nicht mehr so tief eindringt.
Vieles können Sie selbst, und wir sagen Ihnen gern, was. Den wöchentlichen Wischgang mit einem milden, auf Naturstein abgestimmten Reiniger, wenig Wasser und weichem Pad. Laub, Erde und losen Schmutz draußen mit Besen und Bürste. Einen frischen, dünnen Grünbelag mit Wasser und Schrubber, bevor er sich festsetzt.
Schwierig wird es an drei Stellen. Erstens beim Pflegefilm: Er lässt sich mit dem Mittel, das ihn erzeugt hat, nicht entfernen, und ein zu scharfer Grundreiniger macht polierten Marmor matt1. Zweitens bei allem, was im Stein sitzt: Ätzflecken, Rostränder, Laufstraßen. Dafür braucht es keine Reinigung, sondern Politur oder Schliff. Drittens draußen beim Druck: Entscheidend ist nicht der Druck, den das Gerät verspricht, sondern der Aufpralldruck auf dem Stein. Für Naturstein werden höchstens 2 bar empfohlen10, und die erreicht man über Düse, Abstand und Wassermenge, nicht mit voller Leistung aus nächster Nähe. Auf Sandstein kostet jeder Fehlversuch Substanz10.
Unsere Empfehlung ist deshalb unaufgeregt: Was Sie selbst versuchen, versuchen Sie zuerst an einer versteckten Stelle10. Und wenn die Fläche nach dem Wischen wieder genauso stumpf aussieht wie davor, liegt es nicht an Ihnen, sondern am Film. Dann ist eine Grundreinigung der kürzere Weg, und ein Foto an uns kostet nichts.
Sie bekommen von uns vorab einen Festpreis für Ihre Fläche, und die Anfahrt ist in ganz Deutschland im Preis enthalten, Anfahrtskosten berechnen wir nicht. Was den Preis bestimmt: die Größe der Fläche, die Steinart, was auf dem Stein liegt und ob danach noch etwas folgen soll, etwa eine Imprägnierung oder eine Politur. Für das Angebot reichen Fotos und die ungefähre Fläche.
Preise schreiben wir bewusst nicht auf diese Seite, weil sie ohne Blick auf den Stein nicht ehrlich wären. Eine verwachsene Sandsteintreppe und ein Granitboden mit Pflegefilm sind zwei verschiedene Aufträge. Schicken Sie uns Fotos, Sie bekommen eine Zahl, auf die Sie sich verlassen können.

Unser Betrieb sitzt in Gelsenkirchen, mitten im Ruhrgebiet, und wir reinigen Naturstein in ganz Deutschland, vom Treppenhaus in Berlin bis zur Terrasse in München. Die Anfahrt ist im Festpreis enthalten. Den Zeitrahmen nennen wir Ihnen verbindlich bei der Beratung.
Wir arbeiten für Privathaushalte, Hausverwaltungen, Hotels, Ladenlokale, Büros und Behörden. Für die Terminplanung reicht uns eine Nachricht mit Fotos, Postleitzahl und ungefährer Fläche, per WhatsApp, Anruf oder über das Formular. Sie erreichen uns Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr.
Gereinigt wird bei uns nicht nur als eigener Auftrag. Vor einer Imprägnierung ist die gründliche Reinigung fester Bestandteil des Auftrags, und vor einer Politur oder Kristallisation sorgen wir dafür, dass kein Pflegefilm und keine alte Beschichtung mehr auf dem Stein liegt. So bleibt die Fläche nach der Sanierung so sauber, wie sie aussieht.
Vier Fälle, die wir auf Fotos sofort erkennen, und was dagegen hilft.
Jahrelang aufgebaute Wischpflege. Kein Schmutz von außen, sondern Reste des Putzmittels. Hilft: Grundreinigung, danach sparsam dosieren.
Essig, Zitrone oder saure Reiniger haben Calcit gelöst. Das ist kein Schmutz, sondern fehlendes Material. Hilft: Polieren oder Schleifen, nicht Reinigen.
Algen, Flechten und Moose. Hilft: mechanisch, mit Wasser und Wärme, danach imprägnieren, damit Wasser und Schmutz nicht mehr so tief eindringen.
Metalloxide im Stein, geweckt von Wasser, das zu lange stand. Hilft: trocken halten, passende Grundreinigung, den Rest besprechen wir am Foto.
Ziehen Sie den Regler – links der Zustand vorher, rechts nach unserer Sanierung. Echte Böden, echte Ergebnisse aus dem Ruhrgebiet.

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